Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Mo. 24.07.17
Die Lutherrose entdecken
Lars Rüter
Die Lutherrose entdecken

Immer wenn ich eine Taufe oder eine Trauung beurkunde, drücke ich das Siegel der Martin-Luther-Kirchengemeinde Lauenbrück neben meine Unterschrift. Dieses Siegel zeigt – so wurde es bei der Gründung der Kirchengemeinde Lauenbrück entschieden – die Lutherrose.

Zu Lebzeiten Martin Luthers war die Lutherrose sein Siegel, mit dem er seine Schriften kennzeichnete. Später wurde sie zum Symbol der lutherischen Kirchen. Der Reformator hat die Bedeutung der Farben und Formen selbst erklärt:

„Ein Merkzeichen meiner Theologie. Das erste sollte ein Kreuz sein, schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, dass der Glaube an den Gekreuzigten mich selig macht. Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht. Solch Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt. Darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose steht im himmelfarbenen Feld, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig. Und um solch Feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch köstlich ist über alle Freude und Güter, wie das Gold das edelste, köstlichste Erz ist.“

Im Jahr des Reformationsjubiläums finden wir allüberall die Lutherrose als Werbeträger und Markenzeichen. Es lohnt sich, sich die Lutherrose einzuprägen mit all ihren Farben und Formen und ihrer Bedeutung für den Glauben: Freude, Trost und Friede sind Gottes Geschenke an uns.

 

Herzlich grüßt Sie Ihr Lars Rüter, Pastor in Lauenbrück

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Lars Rüter

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Di. 06.06.17
Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen
Thomas Steinke
Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen

Der Monatsspruch für Juni aus Apostelgeschichte 5, Vers 29 hat es in sich. Und fordert heraus: Wird hier etwa dazu aufgerufen, gegen staatliche Ordnung zu rebellieren? Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin von Herzen dankbar dafür, dass wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben, der uns in unseren persönlichen Freiheiten und Rechten schützt. Und doch kann es auch hier in Einzelfällen zu Konflikten kommen, wie die Debatte um das Kirchenasyl belegt. Damit stellt sich die Kirche nicht über staatliches Recht, sondern in besonderen Härtefällen gewährt sie aus Barmherzigkeit Menschen in Not einen Schutzraum, bis ihre Situation nochmals geprüft ist - übrigens nie ohne dass die zuständigen Behörden informiert sind.

Noch dichter dran sind für uns alle wohl die "täglichen Konfliktfelder": Gehe ich mit Spickzettel zur nächsten Klassenarbeit, blinzele ich mal aufs Blatt des Sitznachbarn herüber - oder bleibe ich ehrlich?
Mache ich mit, wenn andere über jemanden herziehen - oder habe ich den Mut, gegen den Strom zu schwimmen und ihn in Schutz zu nehmen? Dreht sich alles um mich und meinen eigenen Vorteil - oder liegt mir der andere wirklich am Herzen? Suche ich das schnelle Abenteuer - oder bleibe ich treu in meiner Beziehung? Manchmal sind wir nicht verlegen, Entschuldigungen zu finden, oder wir hören auf die Stimmen derer, die sagen: "Jetzt stell dich mal nicht so an, man kann's auch übertreiben, das machen doch alle!" Hinterher merken wir oft, dass es besser gewesen wäre, sich anders zu entscheiden. Segen liegt darauf, wenn wir tun, was Gott uns in seinem Wort sagt.

Der ursprüngliche Zusammenhang des Monatsspruchs ist übrigens, dass Petrus und den anderen Aposteln verboten worden war, öffentlich von ihrem Glauben an Jesus Christus zu reden. Darüber konnten und wollten sie aber nicht schweigen, sie hatten den Auftrag ja von Gott selbst bekommen. "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen." Gott sei Dank genießen wir in unserem Land die Religionsfreiheit - ein hohes Gut! Da sollte es uns doch nicht schwer fallen, etwas von der Freude und der Hoffnung weiterzugeben, die Jesus in unser Leben gebracht hat - oder?

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Thomas Steinke

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Mi. 05.04.17
Echt stark !
Gunda Handrich
Echt stark !

Seit Donnerstag hatte er sich verändert. Aus dem fröhlichen und gut gelaunten jungen Mann war ein stiller und nachdenklicher Zweifler geworden. Schließlich kam sein Freund auf ihn zu: „Komm, lass uns weggehen. Hier haben wir nichts, was uns hält.“ So gingen sie los.

Vielleicht war es der gleiche Rhythmus beim Gehen, der das Schweigen aufbrach. Sie erzählten sich, wie sie das erlebt haben, als ihr Freund plötzlich von Abschied, von Leid und sogar Tod sprach. Sie hörten voneinander, wie sie traurig und wütend und verzweifelt zugleich waren, als sie ihn qualvoll sterben sahen und nichts tun konnten. Ihr Freund war tot. Jetzt waren sie allein – ohne Hoffnung, ohne ihn, ohne Kraft. Aus.

Aber sie gingen weiter. Sie schafften es, nicht stehen zu bleiben. Sie schafften das, weil plötzlich ein Dritter aufgetaucht war, der sich am Gespräch beteiligte. Ein Dritter, der das Gespräch so lenkte, dass sich ihnen neue Perspektiven eröffneten. Schließlich konnten sie sich so weit aus ihrer Trauer und inneren Erstarrung lösen, dass sie den Weggefährten zum Abendessen einluden.

Während der gemeinsam Mahlzeit erkennen sie ganz deutlich, was sie im Herzen schon fühlten: Der qualvolle Tod am Kreuz war nicht das Ende. Er war der Wendepunkt zu einem neuen Leben.

Das ist die Geschichte von den Emmausjüngern (Lukas 24, 13-35). Sie gehört zu Ostern. Sie zeigt mir, wie sehr die Erfahrungen der beiden Jünger noch heute gelten. Wir kommen an Grenzen und wissen nicht weiter. Wir sind traurig und können uns nicht vorstellen, wie das wieder gehen soll: Sich zu freuen. Dann brauchen wir Impulse von außen. Vielleicht kann das ein Gespräch auf dem Weg sein oder ein Gebet, um Gottes Nähe zu spüren oder eine gemeinsame Mahlzeit oder....

Ostern nehmen wir Christen das in den Blick und hören auf die Geschichte von der Auferstehung Jesu. Jesus stirbt am Kreuz, bleibt aber nicht im Tod, sondern überwindet alle Qual und bringt neues Leben, das wir das ewige Leben nennen. Das ist der Grundimpuls, den Gott gesetzt hat und der über unser Hier und Jetzt weit hinausreicht. Seitdem haben wir diese gewisse Hoffnung: Freiheit und Leben und Freude sind unendlich stark!

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So. 22.01.17
"Friede diesem Haus"
Günter Brunkhorst
"Friede diesem Haus"

Jesus spricht zu seinen Jüngern: Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: „Friede diesem Haus!“ (Monatsspruch Februar)
„Guten Tag! Ich bin Frau Meyer. Ich möchte Ihnen im Namen der Kirchengemeinde zum Geburtstag gratulieren“. Mit diesen oder ähnlichen Worten stellen sich unsere Mitarbeiterinnen vom Besuchsdienst bei ihren Geburtstagsbesuchen vor und sind immer wieder erstaunt, dass die Jubilare, die ja alle über 80 Jahre alt sind, den Besuch nur selten abweisen. Die meisten öffnen bereitwillig die Tür zu ihrem Haus oder ihrer Wohnung.
Ähnlich haben es die Jünger erlebt, als Jesus sie in die umliegenden Dörfer und Städte schickte, damit sie den Menschen dort die frohe Botschaft vom Reich Gottes weitersagen. Als sie zu Jesus zurückkehren, berichten sie begeistert vom Erfolg ihrer Mission. Überall hätten sie offene Häuser und Herzen gefunden. „Friede  diesem Haus!“ - diese Worte haben viele Türen geöffnet.
Ich will an dieser Stelle das Wort „Frieden“ etwas genauer bedenken. Mit dem entsprechenden hebräischen Wort „Schalom“ ist mehr gemeint als die Abwesenheit
von Krieg. Die Bedeutung dieses Wortes ist so umfassend, dass es in der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes mit über 20 verschiedenen Begriffen wiedergegeben wird. Zunächst heißt es „unversehrt und wohl leben“. Dann geht es auch um ein gutes Zusammenleben mit anderen Menschen. Vor allem aber meint „Schalom“ den Frieden Gottes für den Menschen. Obwohl der Mensch ihm immer wieder den Frieden aufgekündigt hat, sucht Gott die Versöhnung.
Wir Christen glauben, dass Jesus Christus diesen Frieden neu geschaffen hat; denn er hat uns versöhnt mit Gott. Und das schwingt auch beim Auftrag an die Jünger mit: „ Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“
Nun muss man einen Besuch oder eine Begegnung nicht gleich mit einem solch theologisch anspruchsvollen Gruß überfrachten. Auch ein herzliches „Guten Tag“ oder „Moin“ kann schon „Türen“ öffnen. In jedem Fall soll ein Besuch oder Gespräch „wohl“-tuend sein. Dazu hat Mutter Theresa für mich sehr treffend gesagt: „Lass nicht zu, dass jemand, der dir begegnet, hinterher nicht fröhlicher seines Weges zieht.“
 

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Günter Brunkhorst

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Mo. 28.11.16
Ein neues Herz
Ingrid Radlanski
Ein neues Herz

„Bald nun ist Weihnachtszeit!“ Nicht mehr lange, und wir feiern Jesu Geburt. Damit verbunden ist ein Fest in unseren Familien mit schönem Essen und Geschenken. Es soll ein Fest der Freude werden.

Geschenke werden mit viel Liebe ausgesucht und eingepackt. Und neben all den materiellen Geschenken tritt manchmal der Grund des Festes – Jesu Geburt – in den Hintergrund. Aber mit Jesus ist nicht nur ein kleines Kind geboren, sondern mit seiner Geburt beginnt etwas Neues. Jesus verändert das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen. Ein besseres Leben beginnt – damals das der Hirten und der Könige – heute unser.

Und dennoch schwer zu glauben, wenn ich die Nachrichten in den Medien und der Nachbarschaft höre: „Unser Kind ist so widerspenstig“, „Schon wieder wurde ein Anschlag verübt“, „Die Renten sind nicht mehr sicher“, „Mein Freund ist schwer erkrankt“, „Der Krieg in Syrien hört nicht auf“, „Menschen sind auf der Flucht“, „Der CO2 Ausstoß ist viel zu hoch…“

Deutliche Worte und Fakten – allen gemein ist, dass sich etwas Grundlegendes verändern muss. Ein Umdenken wird nötig.

„Wie kann das gehen?“ frage ich mich. Ich fühle mich manchmal so machtlos und denke, ich kann doch gar nicht all das Leid und die Probleme an mich heranlassen, von dem ich höre. Mein Herz fühlt sich schwer an: Mal klagend, mal zweifelnd, mal voller Angst. Allein kann ich das nicht schaffen.

Muss ich auch nicht!

Gott sagt: „Ich schenke dir ein neues Herz und einen neuen Geist.“ (Hesekiel 36,26, Jahreslosung 2017)

Was heißt das? Gott lässt mich nicht mit meinen Klagen, Zweifeln und Ängsten allein. Gott gibt mir Kraft, mit anderen Augen auf die Dinge zu sehen. Gott selber sorgt dafür, dass ich nicht stehen bleibe, zusehe und resigniere. Er schenkt mir ein offenes, lebendiges Herz.

Mit diesem Geschenk von Gott lässt sich doch gut Weihnachten feiern und ins Jahr 2017 gehen.

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Ingrid Radlanski

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So. 16.10.16
Zum Staunen
Jens Ubben
Zum Staunen

Zum Staunen

 

Sitzungszimmer eines Unternehmens. Die Führungsetage sitzt zusammen. Ein Architekt ist heute zu Gast. Das heutige Treffen könnte sein großer Durchbruch werden. Es winkt der Auftrag seines Lebens! Die Interessenten haben große Pläne angekündigt.

Die Fakten kommen auf den Tisch, Wünsche werden formuliert: „Bauen Sie uns einen Turm mit einem Durchmesser von vier Metern. In das Bauwerk müssen Treppen und Gänge integriert werden. Ein verzweigtes Leitungssystem und Lastenaufzüge dürfen nicht fehlen. Die Wände dürfen maximal einen halben Meter dick sein. Mit der Höhe des Turms wollen wir Maßstäbe setzen: Er soll 1500 Meter weit in den Himmel ragen.“ Die Wunschliste geht noch weiter: „Der Turm soll nach allen Seiten biegsam sein, dem Wind ganz flexibel standhalten. Und auf der Spitze des Turms wollen wir eine komplette Chemiefabrik unterbringen.“ – Die Euphorie des Architekten legt sich. Da reicht ihm das Wissen aus dem Grundstudium: Das geht gegen alle Regeln der Baukunst!

Das Interessante: Diesen Turm gibt es wirklich! Massenhaft. Von einem Roggenhalm ist die Rede. Er ist ungefähr 400 mal höher als sein Durchmesser. Die Wand des Halmes ist etwa einen halben Millimeter stark, der Durchmesser liegt bei 4 Millimetern, seine Höhe bei etwa 1,50 Metern. Im Inneren des Halmes befinden sich Treppen und Gänge. Transportaufzüge für Nährstoffe und Wasserleitungen sind vorhanden. Oben auf dem Halm steckt eine chemische Fabrik.

Ein Blick auf den Roggenhalm zeigt mir: Das, was so selbstverständlich scheint, ist doch ein einziges Wunder. Erntedank ist eine gute Möglichkeit innezuhalten. Das vermeintlich Normale genauer anzuschauen. Die vielen kleinen Wunder unserer Schöpfung neu zu entdecken. Ein Roggenhalm fällt auf einem großen Feld gar nicht auf. Und doch ist jeder einzelne von ihnen ein Meisterwerk.

Mich versetzt das neu ins Staunen. Und es macht mich dankbar, dass ich an so vielen Stellen davon profitieren darf. Daher Erntedank: Ich entdecke hinter dem Selbstverständlichen Gott. Gott steht hinter seiner Schöpfung, er erhält sie jeden Tag. Auch für mich. Mit dem Psalmbeter möchte ich sprechen: „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“

 

 

 

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Jens Ubben

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Di. 02.08.16
Fröhlich neue Wege finden
Sabine Gerken
Fröhlich neue Wege finden

Ende der Sommerferien, die Schule beginnt. Für viele Einschulungskinder auch in Fintel, Lauenbrück und Scheeßel beginnt ein neuer Lebensabschnitt! Fröhlich und erwartungsvoll, vielleicht auch etwas ängstlich, laufen sie in ihr neues Leben als Schulkind. Was hat es mit dem Ernst des Lebens auf sich, der nun beginnt?
Auch für die Eltern beginnt etwas Neues.Es gilt loszulassen, ihr Kind frohen Herzens in die Schule zu schicken. Viele neue, hoffentlich schöne Erfahrungen wird das Kind nun alleine, ohne Mama und Papa an der Hand, machen. Gute Wünsche und Gebete begleiten unsere Kinder.
Bei der Vorbereitung der KinderKirche sprechen wir über die Geschichte von Abraham. Der packt plötzlich alle Koffer und Zelte zusammen, um ein neues Leben zu beginnen. Er macht sich auf in ein unbekanntes Land, fort von der Familie und Verwandtschaft. In der Bibel wird uns das einfach so erzählt: Gott spricht zu ihm, Gott schickt ihn los… und Abraham geht! Ob seine Frau Sara protestiert hat? Ob er selber Angst hatte?
Auf jeden Fall wird ihm geholfen haben, dass er Gottes Stimme im Ohr hatte. Gott hat ihm ein großes Versprechen gegeben: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein!“ Abraham hat Gott vertraut und hat Wunderbares auf dem Weg mit Gott erlebt.
Ich will glauben, dass Gott das auch zu mir sagt, am Anfang eines neuen Lebensabschnittes, wenn ich etwas loslassen will oder muss: Meine nun schon großen Kinder, alte (schlechte) Gewohnheiten, alte Rollen oder auch alte Verletzungen. Loslassen heißt aber ja schließlich auch: Meine Hände werden frei für etwas Neues,
Anderes. Ich will glauben, dass Gott meine Hände und mein Leben nicht leer lässt, sondern mit Segen, mit Gutem neu füllt. Ich will vertrauen, dass er das gibt, was für mich und meine Lieben das Beste ist.
Und auf jeden Fall geht Gott mit! In jeden neuen Schultag, in den neuen Kindergarten, in die neue Arbeitsstelle, in den neuen Lebensabschnitt. Das ist gut zu wissen, zu glauben, zu hoffen. Für uns ganz persönlich und für unsere Kinder. So können wir fröhlich und getröstet loslassen und auch selber unseren neuen Weg finden.
Gesegnete Wege wünscht Ihnen und
Euch Sabine Gerken,
Diakonin in Scheeßel und Lauenbrück

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Sabine Gerken

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Do. 02.06.16
Blick in die Weite
Lars Rüter
Blick in die Weite

Schon manches Mal habe ich sie im Urlaub in den Bergen beobachtet: Gleitschirmflieger in der Luft. Das muss faszinierend sein, mit so einem Gleitschirm loszufliegen, Wind und Weite zu spüren, die Welt von oben anzuschauen. Aber ob ich mich trauen würde abzuspringen, den festen Boden zu verlassen, nicht genau zu wissen, wo ich landen werde?
Das ist ja im Leben auch so: Um Neues zu erleben, muss ich loslassen, Sicherheiten aufgeben, dazu brauche ich Mut. Es gehört Mut dazu „zu springen“, mit dem Gleitschirm wie im übertragenen Sinn. Mut und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass die Seile halten, der Schirm in Ordnung ist, die Wettervorhersage richtig war. Vertrauen darauf, dass die Entscheidung für den Wechsel des Arbeitsplatzes richtig war, Vertrauen darauf, dass ich gut aufgenommen werde in der neuen Klasse,  der neuen Umgebung, der neuen Arbeitsstelle.
Direkt neben so einem Absprungplatz auf einem Berg habe ich einmal ein Gipfelkreuz gesehen. Das Kreuz erinnert an Gottes Liebe zu uns, der wir vertrauen können: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, bekennt der Beter des Psalms 31. Und Jesus lockt uns in der Bergpredigt dazu, den Blick einmal abzuwenden von uns selbst und von allem, worum unsere Gedanken kreisen. Wir können diesen Blick richten auf die Natur, auf die Schöpfung, auf die Vögel und die Lilien auf dem Feld. Dabei lässt sich entdecken: Wir können vertrauen auf Gott, der für uns sorgt.
Gerade die kleinen und großen „Auszeiten“ in unserem Leben – wie die bevorstehende Ferienzeit – helfen dabei, unsere Blicke so auszurichten, dass wir den Überblick gewinnen, wie ihn ein Gleitschirmflieger in der Luft hat. Vielen Menschen tut der Blick in die Weite gut, auf einem Berg oder am Meer. Und manchmal gewinnen wir dabei Einsichten, die uns Mut machen „zu springen“, einen Wechsel zu wagen, um neue Freiheit zu gewinnen.

Eine gute Ferienzeit wünscht Ihnen Ihr
Lars Rüter, Pastor in Lauenbrück

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Lars Rüter

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Sa. 02.04.16
Ja und Amen!
Thomas Steinke
Ja und Amen!

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden
in Fintel, Lauenbrück und Scheeßel!

Leute, die zu allem „Ja und Amen“ sagen, kann man letztlich nicht ernst nehmen. Sie schwimmen immer nur im Strom der Mehrheit mit und haben keine eigene Meinung. Es ist kein Profil zu erkennen, was diese Personen unverwechselbar macht. Und schon gar nicht können solche Menschen Orientierung für andere geben.
Manchmal ist einfach ein klares „Nein!“ angesagt: Nein, da mache ich nicht mit, wenn andere fertig gemacht werden, wenn gegen Fremde gehetzt wird, wenn dumme Sprüche über Frauen, über Alte oder Menschen mit Behinderungen gemacht werden, wenn über Gott und alles, was anderen heilig ist, gelästert wird. Nein, nicht mit mir - und dazu stehe ich auch!
Jesus ist für mich das Vorbild schlechthin, wenn es darum geht, seinen Weg geradlinig und zugleich anderen gegenüber offen und aufgeschlossen zu gehen. In der Bibel heißt es, dass er das große „JA“ ist, mit dem Gott alles bestätigt, was er früher versprochen hat (2. Korinther 1,10). „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich  rlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. - JA, ich, dein Gott, mache dich frei von deiner Schuld, von allem, was dich niedermacht. JA, ich stehe bedingungslos zu dir. Weißt du, für mich bist du nicht nur eine Nummer, ein Staubkorn im Universum. Sondern JA, bei mir hast du einen Namen. Und JA, du bist mein Kind, das ich unendlich lieb habe!“
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, zu Eurer Konfirmation wünsche ich Euch vor allem dies: Dass Ihr zu Gottes „JA“ von Herzen Euer „Amen“ sagen könnt. Dass Ihr Euer Leben an seinen Zusagen festmacht. Dann werdet Ihr Euch weiter zu echten Persönlichkeiten entwickeln.

Eine wunderschöne Konfirmation Euch allen und herzliche Segenswünsche!
Euer Thomas Steinke, Pastor in Fintel

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Thomas Steinke

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Fr. 29.01.16
Petrus erzählt
Gunda Handrich
Petrus erzählt

„Wenn ich damals in die Zukunft hätte schauen können, wäre es mir womöglich leichter gefallen, das alles zu verarbeiten. Aber so ist das nun mal. Das Leben wird nach vorne gelebt. Ich spüre immer noch den Schmerz, wenn ich an die Tage damals zurückdenke...
Am Abend wollten wir feiern: Das Fest der Befreiung. Den ganzen Tag waren wir mit den Vorbereitungen beschäftigt. Schließlich war es so weit. Wir tranken, lachten, tanzten, bevor wir uns zu Tisch setzten. Nur einer machte nicht mit und war so merkwürdig still. Er war mit seinen Gedanken ganz woanders.
Wir feierten die Freiheit, und er sprach vom Leiden. Dieses Wort und sein Gesichtsausdruck ließen uns verstummen. In die Stille hinein sprach er die Sätze, die wir heute noch sprechen: ‚Dies ist mein Leib ... Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut... Solches tut zu meinem Gedächtnis.‘ So aßen und tranken wir in Gemeinschaft – verwirrt und schweigend.
Er sah so traurig aus. Es fühlte sich alles so nach Abschied an. Und ich wollte ihn aufmuntern und trösten und ihm zeigen, dass er nicht traurig sein müsse, ich wäre doch bei ihm. Ich würde ihm auch in schweren Zeiten zur Seite stehen. Wenn mir das Herz überläuft, kann ich einfach meine Klappe nicht halten. Jesus kannte mich besser. Er wusste schon an diesem Abend, dass ich ihn verleugnen und im Stich lassen würde. Sie haben ihn gefangen genommen und brutal behandelt. Zuerst blieb ich in seiner Nähe. Aber als es darauf ankam, habe ich ihn verleugnet – dreimal – im Morgengrauen krähte der Hahn. Sie haben ihn getötet, und ich habe zugesehen.
Drei Tage, drei endlose Tage war ich wie gelähmt, obwohl es mir das Herz zerriss. Und ich schämte mich so. So viel hatte ich gewollt, aber meine Angst war größer, ich hatte kläglich versagt. Aber dann kam tatsächlich die Befreiung. Jesus hatte mich und die anderen nicht aufgegeben. Er war wieder bei uns und traute uns zu, dass wir  aus unseren Fehlern lernen und nicht an ihnen verzweifeln. Die Frauen sagten dazu: „Der Herr ist auferstanden!“ Seitdem tragen wir die Botschaft von der Freiheit, die stark macht und ewig währt, in die Welt.“

Eine gesegnete Passionszeit und dann frohe Ostern wünscht Ihnen und Euch
Gunda Handrich, Pastorin in Scheeßel

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Gunda Handrich

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Do. 26.11.15
Jetzt kann Gott kommen
Günter Brunkhorst
Jetzt kann Gott kommen

Ein Mann erfuhr, dass Gott zu ihm kommen wollte. "Zu mir?" rief er. "In mein Haus?" Er rannte durch alle Zimmer. "Unmöglich!" schrie er. "In diesem Sauhaufen kann man keinen Besuch empfangen. Alles verdreckt! Alles voller Gerümpel! Kein Platz zum Ausruhen! Keine Luft zum Atmen!"

Er riss Fenster und Türen auf. "Freunde!" rief er. "Helft mir aufräumen, irgendeiner! Aber schnell!" Er begann, sein Haus zu kehren. Durch dicke Staubwolken sah er, dass ihm einer zu Hilfe gekommen war. Sie schleppten das Gerümpel vors Haus, schlugen es klein und verbrannten es. Sie schrubbten Stiegen und Böden. Und immer noch klebte Dreck an allen Ecken und Enden. "Das schaffen wir nie!" schnaufte der Mann. "Das schaffen wir!" sagte der andere. Sie plagten sich den ganzen Tag.

Als es Abend geworden war, gingen sie in die Küche und deckten den Tisch. "So", sagte der Mann, "jetzt kann mein Besuch, jetzt kann Gott kommen. Wo er nur bleibt?" "Aber ich bin ja da!" sagte der andere und setzte sich an den Tisch.

 

In der Adventszeit bereiten wir uns auf Gottes Kommen in diese Welt vor. Gott selbst will uns besuchen. Aber es handelt sich nicht um einen vorübergehenden Besuch, den man in die "gute" Stube bittet, die für solche Gelegenheiten immer sauber und aufgeräumt ist. Er will auch in die "alte" Stube unseres Leben hinein, wo es nicht so adrett aussieht, wo Sachen herumliegen, wo sich das alltägliche Leben abspielt mit allem, was dazu gehört. Da ist es nicht immer nur schön. Aber gerade da möchte Gott unser Leben teilen. Und er möchte bleiben.

 

Das ist doch das eigentliche Wunder zu Weihnachten, dass Gott in diese Welt kommen will, um Teil unseres Lebens zu werden und gerade auch die Tiefen unseres Daseins mit uns zu durchleben. Deshalb wurde Jesus, der neugeborene König, eben nicht in einem Palast geboren, sondern in einem Stall. Er hat das Leben der Ärmsten geteilt, war sogar auf der Flucht in ein fremdes Land, weil seine Eltern, Maria und Joseph, um sein Leben fürchten mussten. Und sein Lebensweg endete gar am Kreuz. Sein Name "Jesus" ist Programm: "Gott hilft". Er packt mit an, wenn das Haus unseres Lebens verdreckt und voll von altem Gerümpel ist. Durch seine Vergebung und Versöhnung, die er uns durch Jesus schenkt, möchte er unser Leben heil machen.

 

Kann Gott jetzt kommen? Ja! Wir müssen unser Leben nicht erst in Ordnung bringen, damit Gott zu Besuch kommt. Das ist das Besondere an der Botschaft Jesu, dass Gott nicht erst dann erscheint, wenn wir unser Leben aufgeräumt haben, sondern dass er mit uns unser Leben in Ordnung bringen will.

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Sa. 19.09.15
Der Koffer für die „letzte Reise“
Lars Rüter
Der Koffer für die „letzte Reise“

Was würden Sie in Ihren Koffer packen, wenn Sie auf die „letzte Reise“ gehen? Der Bestatter, Trauerbegleiter und Autor Fritz Roth lud vor einigen Jahren 100 Menschen ein, so einen Koffer zu packen. Daraus wurden ein Kunstprojekt und ein Buch mit dem Titel „Einmal Jenseits und zurück – Ein Koffer für die letzte Reise“. Mit diesem Titel kommt in den Blick, dass jeder Mensch noch einmal aufbricht – am Schluss seines Lebens. Dieser Weg führt einen über das Hier und Jetzt hinaus woanders hin. Der Anstoß, den Fritz Roth auf diese Wahrheit gründet, ist bedenkenswert. Denn mit ihm verbindet sich die Frage: Was würde ich in meinen Koffer für die letzte Reise packen?

„Das letzte Hemd hat keine Taschen“, sagt ein bekanntes Sprichwort. Mit anderen Worten: Am Ende kann ich nichts mitnehmen. Das ist sicherlich richtig. Trotzdem finde ich die Idee von Fritz Roth interessant. Denn könnte es nicht sein, dass sie sich weniger auf das Leben „danach“ bezieht als auf das diesseitige: Was gibt meinem Leben Erfüllung? Was ist mir hier und jetzt so wertvoll, dass ich es über meinen Tod hinaus bewahren will? Was hat bleibenden Wert?

Über diese Fragen nachzudenken, lohnt sich – nicht nur in diesen Herbstwochen, in denen dann im November die Endlichkeit unseres Lebens, das Gedenken an unsere Verstorbenen und unsere Hoffnung über die Grenze unseres Lebens hinaus die bestimmenden Themen im kirchlichen Jahreslauf sind. Denn das Nachdenken über diese Fragen führt uns auch zum bewussteren Umgang mit unserer (und damit meine ich: mit eigener und fremder) Lebenszeit, zum Unterschieden zwischen Wichtigem und weniger Wichtigem.

Was ich in den Koffer für meine letzte Reise packen würde? Vielleicht gar keinen Gegenstand. Vielleicht sollte ich einfach ganz viel Platz lassen für die Hoffnung, dass Gott am Ende meiner Zeit seine Hand ausstreckt, mir freundlich entgegenkommt und sagt: Schön, dass du da bist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lars Rüter

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Mo. 20.07.15
Kirche im Urlaub
Jens Ubben
Kirche im Urlaub

Ein paar Schritte durch eine Tür, und alles ist anders. Gerade war noch Straßenlärm, und jetzt wird es still. Der Blick geht nach vorn, den Gang entlang, Richtung
Altar. Wenn Menschen in Kirchen gehen, tauchen sie ein in eine andere Welt.
Gerade an Urlaubsorten schauen viele Menschen in Kirchen. Ganz bewusst tun sie das im Urlaub. Da ist Zeit für Dinge, die sonst nicht in den Alltag hineinpassen.
Da ist Luft, sich genauer mit dem eigenen Leben zu beschäftigen, über Vorhaben nachzudenken, Neues zu planen. Urlaubszeiten sind besondere Zeiten. Genauso wie Kirchen besondere Orte sind. Urlaube und Kirchen ragen heraus aus dem Alltäglichen. Viele Kirchen strahlen Wärme aus, bieten Geborgenheit. Sie atmen Geschichte und lassen Gottes Gegenwart spürbar werden.
Manche Kirchen am Urlaubsort kommen dagegen ganz unscheinbar daher, sind gar nicht sofort als Kirche zu erkennen. Vielleicht gibt es wenige Christen vor Ort, und ihre Treffpunkte sind kaum zu entdecken. Das zeigt uns doch: Im tiefsten sind es nicht die Räumlichkeiten, die eine Gemeinde ausmachen. So mag es an manchen Orten wunderbare Kathedralen geben, während Gottesdienste in ihnen nicht die Leidenschaft für einen lebendigen Gott spüren lassen. An anderen Orten mag das Gebäude wenig ansprechend erscheinen, doch in ihnen werden fröhliche Gottesdienste gefeiert, die im Herzen etwas in Bewegung setzen.
Wäre das nicht ein Vorhaben für den Sommerurlaub: Am Zielort Ausschau zu halten nach einer Kirche. Auch die unscheinbaren Kirchgebäude einmal bewusst anzusteuern. Sich überraschen zu lassen, wie Menschen vor Ort Gotteshäuser gebaut haben. Und dann Christen auch in anderen Gegenden, anderen Ländern und Kulturen wahrzunehmen und den Kontakt zu suchen. Bewusst einen Gottesdienst mitzuerleben. Neugierig zu sein, was dort vor Ort passiert. Und vielleicht den ein oder anderen Impuls in unsere Region mitzubringen?

Einen anregenden Sommer wünscht Ihnen Jens Ubben

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Jens Ubben

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Gemeindebrief
Pastor/-innen
Jens
Ubben
Pastor
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27383
Scheeßel
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Mi. 27.05.15
Augen offenhalten
Sabine Gerken
Augen offenhalten

Nun ist das Jahr 2015 schon wieder halb vorbei. Rast die Zeit eigentlich wirklich immer mehr, je älter man wird?! Wie lang war doch als Kind die Zeit von Weihnachten bis Weihnachten! Ich dachte, so ein Halbjahr ist eine gute Gelegenheit, einmal Bilanz zu ziehen und zu sehen, was aus den guten Vorsätzen vom Jahresanfang geworden ist. Ich nehme mir nämlich tatsächlich immer etwas vor und habe schon sehr verrückte Erfüllungen meiner Vorsätze erlebt!
Ich schaue also nochmal in mein Tagebuch und entdecke neben den üblichen Dingen wie „mehr bewegen“ und „mehr Nachrichten verfolgen“ den Vorsatz: „Augen
aufhalten für das, was Gott tut!“ Ja, das will ich - entdecken, wie Gott in meinem Leben und im Leben anderer wirkt und spricht, wie er sich finden lässt im Alltag und im Besonderen.
Mir fällt das wunderschöne Sommerlied von Paul Gerhardt ein: „Geh aus, mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben…“
Da hat also auch jemand den Wunsch, Gottes gutes Wirken zu entdecken. Er fordert sein Herz auf, zu sehen und zu loben. Und Paul Gerhardt findet in den 15 Strophen dieses Liedes (im Gesangbuch unter der Nummer 503 zu finden) viele Gründe, Gott zu loben: die blühenden Gärten, die Bäume, die Vögel, Bäche und Bienen, das wachsende Getreide.
Dabei hätte er nun wirklich viele Gründe gehabt, zu schweigen oder gar an Gott zu verzweifeln: Seine Eltern verlor er schon als Kind, er erlebte das Elend des dreißigjährigen Krieges, seine Frau und vier seiner fünf Kinder verstarben sehr früh, als Pastor erlebte er viele Widerstände und schwierige Zeiten. Und doch besingt Paul Gerhardt in vielen seiner Lieder ein fast kindliches Vertrauen in den guten und barmherzigen Gott, der uns viele Gründe gibt, ihn zu loben.
Also werde wohl auch ich viele Spuren Gottes in der „lieben Sommerzeit“ und in meinem Leben finden – wollen Sie mit mir zusammen die Augen offenhalten?

Offene Augen wünscht sich und Ihnen
Sabine Gerken,
Diakonin in Scheeßel und Lauenbrück

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Sabine Gerken

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Sabine
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Mi. 25.03.15
Stille
Ingrid Radlanski
Stille

Kennen Sie das? Hinter Ihnen liegen Tage, Wochen, vielleicht auch Monate, in denen ein Termin den anderen jagt. Immer sind Sie unterwegs, haben etwas vorzubereiten und zu erledigen. Und mit der Zeit arbeitet man einen Termin nach dem anderen ab. Sie sind ausgepowert, ausgelaugt und können keinen klaren
Gedanken mehr fassen.

In diesen Situationen empfinde ich eine Leere. Und in diese Leere hinein fällt mir ein Liedvers ein: „In der Stille angekommen, werd´ ich ruhig zum Gebet…“ Ich lebe bewusst diese Stille und nehme mir Zeit für das Gespräch mit Gott. Höre hin, was er mir sagt. Bekomme neue Kraft. Den Jüngern, die mit Jesus unterwegs waren, ist es vielleicht ähnlich ergangen. Sie pilgerten durch das Land, trafen Menschen, und es war jemand da, der sie begleitete. Und dann wird Jesus gefangen genommen, gekreuzigt, und er stirbt. Er ist nicht mehr da. Sie wissen nicht mehr weiter. Sie sitzen verängstigt und trauernd in einem Haus zusammen.

In diese Leere hinein zeigt sich der auferstandene Jesus den Jüngern und gibt ihnen den Auftrag: „Geht in die ganze Welt und verkündet die Gute Nachricht allen Menschen!“ Diese Begegnung gibt den Jüngern neue Kraft. Sie gehen los und erzählen von Gottes Liebe und Güte, so wie Jesus es ihnen vorgelebt hat. Gut, dass sie den Auftrag angenommen haben. Sonst hätten wir vielleicht nie von Gott erfahren.

Das Ereignis von früher und auch meine eigenen Erfahrungen zeigen mir, dass mich Gott trägt. Nicht nur in guten Zeiten, sondern gerade auch in den Zeiten, in denen eine Leere in meinem Kopf vorherrscht. In diese Leere, diese Stille hinein spricht Gott zu mir und ich zu ihm. Gott lässt mich die Welt mit anderen Augen sehen.

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie diese Erfahrung mit Gott erleben dürfen und jemand da ist, der Ihnen von der Guten Nachricht erzählt.

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Ingrid Radlanski

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Ingrid
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Fr. 23.01.15
Eine große Familie
Thomas Steinke
Eine große Familie

Die Familie steht nach wie vor hoch im Kurs! Eine Umfrage in Deutschland zum Stellenwert von Familie, Beruf, Hobbies und Freunden brachte folgendes Ergebnis:
Im Jahr 2013 gaben rund 76 Prozent der Befragten an, dass für sie die Familie den höchsten Stellenwert hat. Wir alle sind Teil einer wie auch immer gearteten Familiengeschichte. Auch wenn wir keine eigene Familie gegründet haben, Teil unserer Herkunftsfamilie sind wir alle.
Und als Christinnen und Christen gehören wir nicht nur zu unserer leiblichen Familie, sondern auch zu einer geistlichen Familie: Wir sind Kinder Gottes durch den Glauben an Jesus Christus - und damit seine Schwestern und Brüder und Geschwister untereinander. Als Mitglieder dieser großen Familie sind wir regelmäßig zu „Familientreffen“ eingeladen: Sonntags in den Gottesdienst nämlich. In der nächsten Zeit besonders gemeinsam mit den Geschwistern in der Region zu den Themengottesdiensten zur Aktion „Liebe in Aktion“. Wie wir echte Beziehungen leben können, darum geht es ab dem 18. Februar.
Diese Aktion soll ausstrahlen in unseren „Familienalltag“. Wörtlich und übertragen verstanden. Unsere leiblichen Familienangehörigen werden positive Veränderungen spüren und unsere geistlichen Geschwister hoffentlich auch. In Kleingruppentreffen kann vertieft werden, was beim persönlichen Lesen des Buches angestoßen wird.
Übrigens: In unserer Region werden im Frühjahr zwei „Familienausflüge“ angeboten: Das Pilgerwochenende vom 1.-3. Mai 2015 und die Gemeindefreizeit in Boltenhagen über das Himmelfahrts-Wochenende.
Die Jahreslosung ruft uns dazu auf, uns als Glaubensgeschwister in Liebe zu begegnen - und darüber hinaus niemanden auszugrenzen, der von außen dazu kommt und eine neue Heimat bei uns sucht:
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob!“ (Römer
15,7)
 

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Thomas Steinke

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Thomas
Steinke
Pastor
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Tel.: 
04265/9540641
Di. 25.11.14
Dem Stern folgen...
Benjamin Jäckel
Dem Stern folgen...

Die Tage werden immer kürzer, und für viele von uns bedeutet das: Egal ob auf dem Weg zur Arbeit oder wieder nach Hause – der Himmel ist in Dunkelheit getaucht. Mit ein bisschen Glück sind dann wenigstens keine Wolken da, die uns die Sicht auf eines der wunderbarsten Naturphänomene nehmen: den Sternenhimmel.
Sterne können faszinieren, können Anziehungspunkte für uns sein, und das in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Für den einen sind es die Stars und
Sternchen, die Schönen und Reichen, die ihn ganz besonders interessieren. Für den anderen ist es der Stern, den er vor sich sieht, wenn er morgens in sein Auto einsteigt – auch wenn die Kenner eben jener deutschen Automarke sicherlich wissen, dass der Stern neuerdings häufig außer Sicht auf dem Kühlergrill prangt.
Sterne sind seit jeher für uns Menschen etwas Besonderes und markieren das auch: vielleicht als Rangabzeichen oder als Stern im Schulheft für einen sehr guten
Aufsatz.
Wie sehr Sterne aber eben auch Anziehungspunkt, ja sogar Wegweiser sein können, davon berichtet uns eine richtige Abenteuergeschichte im  Matthäusevangelium. Die Sternendeuter machen sich auf eine ungewisse Reise. Keine Karte weist ihnen den Weg. Nur ein Stern gibt ihnen den Anhaltspunkt,
wo das Besondere oder besser: DER Besondere zu finden sei. Ein König soll es sein, der geboren wurde! Ob sie da geahnt haben, dass der Stern sie am Ende in einen kleinen Stall führen würde und dass sie dort vor dem Retter der Welt auf ihre Knie fallen würden: dem Kind in der Krippe?
Auch wenn wir diesen Stern heute nicht mehr am Himmel sehen können, so bleibt er trotzdem für uns ein Wegweiser. Eigentlich müsste über jeder Gemeinde heute ein Stern stehen (und in vielen Kirchen ist das zu Weihnachten ja auch der Fall). Denn in unseren Gemeinden soll das fortbestehen, was uns Jesus vorgelebt hat. Sie sollen ein Ort der Nächstenliebe sein. Hierhin kann kommen, wer Hilfe braucht – egal, woher er kommt!
Dass aber unsere Gemeinden zu Orten der Nächstenliebe werden, dazu braucht es die Kraft und Mittel, die schon jetzt so viele Menschen aufbringen. Und damit das auch in Zukunft gelingt: Folgen wir dem Stern – dann schaffen wir Besonderes!

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Benjamin Jäckel

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Benjamin
Jäckel
Pastor
Große Straße 14
27383
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Mobil: 
(0151) 41445627
Sa. 20.09.14
Und Jesus sah einen Menschen…
Günter Brunkhorst
Und Jesus sah einen Menschen…

Was sah Jesus denn? Zunächst einmal das, was alle gesehen haben. Er sah einen Menschen am Zoll sitzen. Damit war für alle klar, wie es um diesen Menschen stand. Der war ein habitueller Sünder. Der sündigt nicht nur ab und zu, gemäß dem Lied „Wir sind ja alle kleine Sünderlein“. Nein, der sündigt berufsmäßig. Das jedenfalls glaubten die Menschen. Der Zöllner arbeitete für die römische Besatzungsmacht, das heißt, er kollaborierte mit Ungläubigen, die in den Augen der frommen Juden unrein waren. Wer mit denen Umgang hatte, der machte sich ebenfalls unrein. Sie wurden verachtet unter den frommen Juden. Auch für Matthäus, den Mann am Zoll, war die Lage aussichtslos. Der war unten durch bei den Menschen.
Jesus hat offenbar aber mehr gesehen, er hat diesen Menschen am Zoll mit anderen Augen gesehen. Er sah nicht nur den verrufenen Zöllner, er sah bereits das, was aus diesem Menschen werden sollte: ein Jünger und Apostel. Jesus sieht die Menschen anders, er behaftet sie nicht bei ihrer Vergangenheit, sondern sieht, was aus ihnen werden kann und soll. Er sieht mit den Augen der Liebe; denn nur die Liebe kann Menschen wirklich verwandeln und neu machen, weil nur die Liebe das Herz erreicht.
Die Augen der Wahrheit sehen, was ein Mensch ist und was er nicht ist. Aber die Augen der Liebe sehen das, was ein Mensch noch werden kann. Das ist das Geheimnis der Liebe Jesu. „Und er stand auf und folgte ihm…“ Genauso überraschend wie die Berufung durch Jesus ist auch die Reaktion des Matthäus: Ohne ein Wort steht er auf und lässt alles zurück: Sein Einkommen, dazu wahrscheinlich Haus und Familie, und auch seine Freunde, selbst wenn auch diese eher unter den Zöllnern und Sündern zu finden waren. Aber so ist das mit der Liebe: Sie verwandelt und setzt in Bewegung.
Wer kennt das nicht aus eigener Erfahrung? Wer so richtig verliebt ist, der ist zu fast allem fähig. Und hier geht es um mehr als verliebt sein. Bei Matthäus geht es um eine viel größere Liebe. Er spürt durch Jesu Zuwendung nicht weniger als die Liebe Gottes. Bisher war er selbst überzeugt, dass Gott ihn längst abgeschrieben hat. Und jetzt merkt er plötzlich, dass er von Gott geliebt ist. Die Liebe Gottes wird ihn verwandeln.

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Günter Brunkhorst

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Günter
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Fax: 
(04263) 983561
Sa. 19.07.14
Switch
Ingrid Radlanski
Switch

Unter diesem Motto sind wir in diesem Jahr mit 60 Jugendlichen auf Sommerfreizeit an der Toskana unterwegs. Wir fragen uns: Wo bleibt Zeit für uns? Wo bleibt Zeit für Gott? Wir leben in einer Zeit, da heißt es einschalten, umschalten, weiterschalten, wegschalten. Hier sein und gleich wieder weiter. Eine Aufgabe jagt die  nächste.
Hier sein und doch schon mit den Gedanken bei der nächsten Sache sein. Immer begleitet vom Smartphone. Immer verbunden mit der Außenwelt, immer erreichbar sein. Und wann schalten wir ab? Dürfen wir das überhaupt? Ich möchte von zwei Schwestern erzählen. Beide leben zusammen in einem Haus. Und sie bekommen Gäste. Jesus und seine Jünger kommen zu Besuch. Martha versucht, eine gute Gastgeberin zu sein. Sie steht in der Küche, bereitet Speisen zu und man hört das Klappern von Töpfen und Geschirr. Ganz anders macht es Maria. Sie setzt sich zu Jesus und hört ihm einfach zu. Wer hat denn nun das Bessere gewählt?
Es ist doch auch ganz normal, dass man seinen Gästen etwas zu trinken und essen anbietet, dass man probiert, es dem Gast so angenehm wie möglich zu machen. Die große Gefahr dabei ist jedoch, dass man vergisst, sich um den Gast als Person zu kümmern. Jesus meint auch, dass Maria das Bessere gewählt hat. Immerhin ist er nicht auf die Welt gekommen, um bedient zu werden. Er möchte den Menschen seine Botschaft erzählen, und das geht nur, wenn man sich nicht mit anderen Dingen ablenkt (frei nach Lk 10,38-42).
Obwohl wir sicherlich im Alltag eher wie Martha sind, immer beschäftigt und immer unterwegs, so dürfen wir doch zwischendurch auch abschalten. So sein wie Maria. Zuhören, was Jesus uns zu sagen hat. Diese Chance, ihn zu hören, sollten wir uns nicht selbst nehmen, und sie soll uns auch von anderen nicht genommen
werden.
Im Alltag heißt es: Sich Zeit nehmen. Alle Aktivitäten und Kommunikationsmittel abschalten. Hören, was Jesus zu sagen hat, indem wir in der Bibel lesen, im Gebet mit ihm ins Gespräch kommen oder in Ruhe neue Kraft schöpfen. Auf der Freizeit in der Toskana werden wir dies üben. Und ich hoffe, dass einiges davon mit in den Alltag genommen werden kann, und dass die Jugendlichen es in die Gemeinden und Familien tragen. Denn wir dürfen auch mal abschalten.

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Ingrid Radlanski

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Ingrid
Radlanski
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Mi. 04.06.14
Der Transfer schlechthin
Jens Ubben
Der Transfer schlechthin

Am 12. Juni um 22 Uhr deutscher Zeit wird der Startschuss gegeben: 65000 Personen werden in Sao Paulo gespannt zuschauen und Millionen, vielleicht Milliarden  an den Fernsehern hängen. Wenn FIFA-Chef Sepp Blatter mit Brasiliens Chefetage das Startsignal gibt, spätestens dann ist so ziemlich vergessen, was am 3.  Spieltag in der Fußball-Bundesliga passiert ist. Spätestens dann sind manch familiäre Grundsatzdebatten vergessen, ob am Samstagabend die Sportschau das  Programm füllt. Dann nehmen auch viele sonst kaum Interessierte ein wenig wahr von der Fußball-WM in Brasilien.
Das große Turnier wird wieder zur Tummelwiese der großen Transfers werden: Die ganz großen Stars werden sich für einen noch besseren Vertrag bei einem
noch beliebteren Verein empfehlen. Manches noch ziemlich unbekannte Gesicht wird die Bühne des großen Turniers nutzen, um sich ins Rampenlicht zu spielen
und aus dem Schattendasein in ein großes Team zu wechseln. Die Transfers sollen dabei nur in eine Richtung gehen: nach oben. Ein paar Stufen aufwärts.
Alles andere ist ein Rückschritt. Oder schon ein Vorbote des Karriereendes. Ein anderer Transfer spielt sich eher still und weniger beachtet ab: Der, der eigentlich auf die ganz große Bühne gehört, der wechselt hinab in die Ebenen des menschlichen Alltags. Als Gott in der Person Jesus zu seinen Menschen kommt, bleibt es ziemlich ruhig um ihn.
Nach außen ist es der große Abstieg in die Welt der Menschen. Und trotzdem geschieht da der Transfer schlechthin für diesen Kosmos. Mit Jesus ist der neue Hoffnungsträger auf die Welt gekommen. Gott als Mensch auf dieser Welt: Das ist Gottes Idee! Er macht sich so klein, dass er verletzlich wird. Aber darin wird er nahbar für seine Menschen. Mit dem Ziel, dass Gott und seine Menschen wieder zusammenkommen können. Und dass Menschen, wenn sie wieder in Verbindung zu Gott stehen, auch ganz neu aufeinander zugehen können.
Einer steigt freiwillig ab, damit andere dazukommen können! Vielleicht denken wir mal daran, wenn wir unseren Kickern in Brasilien zuschauen.

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Jens Ubben

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Gemeindebrief
Pastor/-innen
Jens
Ubben
Pastor
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